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GESUND IN SPANIEN

By Jan Otto Landman, GP

ByJan Otto Landman, arts

Eine Emigration von Nordeuropa nach Spanien fördert die Gesundheit: eine wenig stressige Umgebung, mehr draußen Leben, die Sonne (anerkanntes Antidepressivum) und eine mediterrane Diät (Olivenöl und Fisch, wenig Fleisch) die Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verhindert.

Gans positiv also, was aber wenn Sie unverhofft ärztliche Hilfe brauchen?

GESUNDHEITSWESEN IN SPANIEN

Ihre Erfahrungen mit Gesundheitswesen in Spanien werden wesentlich durch die Art und Weise worauf Sie versichert sind bestimmt. Auch in Spanien ist Gesundheitswesen im Gesetz vorgesehen und wird versorgt von der spanischen Regierung, mittels der sozialen Sicherheit, die Seguridad Social. Jeder Einwohner von Spanien bezahlt monatlich eine Prämie und ist damit gegen durch Krankheit verursachte Kosten versichert. Die Seguridad Social bietet ein Gesundheitssystem mit unter anderem eigenen Hausärzten, Spezialisten und Krankenhäusern. Es gibt aber auch einen großen Privatsektor mit eigenen Einrichtungen.

Wenn man in Spanien wohnt und keine private Krankenversicherung hat, gehört man zu Seguridad Social. Wenn man sich in Spanien aufhält, aber offiziell in den Niederlanden wohnt (Urlauber, Überwinterer) kann man sowohl via die niederländische Krankenversicherung als die Reiseversicherung Anspruch auf private Pflege in Spanien erheben. Wenn Sie bald aus den Niederlanden/Belgien nach Spanien emigrieren werden, sollten Sie sich davon bewusst sein, dass Sie damit Einwohner von Spanien werden und keine (Wohn-)Adresse mehr im Herkunftsland haben und Ihre durch Krankheit verursachte Kosten nicht mehr von der niederländischen oder belgischen Versicherung gedeckt werden. Spezielle “Expat-Versicherungen” und manche “Weltversicherungen” sind eine Ausnahme von der Regel. Es ist wichtig, dass Sie sich im Voraus beraten lassen, bevor Sie sich in Spanien ansiedeln.

Lesen Sie alles über das spanische Gesundheitswesen auf der Website:

www.zorginspanje.com

Suchen Sie einen Hausarzt in der Nähe von Fuengirola oder Torremolinos?

www.dokterlandman.eu

SEGURIDAD SOCIAL, LANDESKRANKENHUSER

Die Seguridad Social bietet primäre Hausärzte die Personen an Landeskrankenhäuser überweisen können. Die Seguridad Social weist dem Versicherten einen Hausarzt zu, meistens tätig in einem benachbarten Ambulatorio. Im Allgemeinen soll man im Voraus einen Termin vereinbaren und wird man in innerhalb von 1-2 Tagen geholfen. Der benachbarte Ambulatorio fungiert oft auch als Sanitätswache.

Wenn nötig kann der Hausarzt an einen Spezialisten überweisen, abhängig von Problem und Dringlichkeit könnte es Wartezeiten von mehreren Monaten geben. Die Landeskrankenhäuser verfügen über ausgebildetes medizinisches Personal und moderne Mittel. Geldmangel verursacht schäbig aussehende Gebäude und lange Wartelisten für bestimmte Untersuchungen und Eingriffe. Wenn man eine lebensbedrohende Erkrankung hat, zum Beispiel Herzinfarkt, Gehirnblutung wird man schnelle, hochwertige, ärztliche Hilfe empfangen. Für leichte Erkrankungen sowie neue Hüfte, neues Knie, MRI-scans usw. gibt es lange Wartelisten.

Vor etwa 10 Jahren gab es in Spanien zu viel Ärzte, heutzutage zu wenig. Aus diesem Grund erfahren Hausärzte in der Seguridad Social eine große Arbeitsbelastung, d.h. dass es oft für eine Konsultation wenig Zeit gibt. Rechnen Sie bitte damit, dass viele spanische Ärzte kein Englisch sprechen. Vielleicht sollten Sie eine Person die richtig Spanisch spricht mitnehmen. Große Landeskrankenhäuser verfügen oft über englischsprachige Dolmetscher.

PRIVATSEKTOR, PRIVATKLINKEN/KRANKENHUSER

Spanien hat eine große Anzahl von freiberuflichen Hausärzten und Spezialisten. Viele Ärzte arbeiten zum Teil in der Seguridad Social und zum Teil im Privatsektor, freiberuflich oder in einer Klinik/in einem Krankenhaus. Aufgrund des zunehmendes Wohlstands und möglicherweise auch wegen der Überbelastung des Landesgesundheitswesens hat die Anzahl von privaten Krankenhäusern und Privatversicherten in Spanien zugenommen. In der Provinz Malaga gibt es im Moment mehr Krankenhausbetten im Privatsektor als im Landesgesundheitswesen.

Die Qualität der Pflege variiert, abhängig von Spezialisten und/oder Klinik. Privatkrankenhäuser sind oft kleiner und luxuriöser als Landeskrankenhäuser. Daneben sind Privatkliniken oft profitorientierte Instituten. Aus diesem Grund führen Privatkliniken, nicht nur in Spanien, dadurch mehr aus im Vergleich zum Landeskrankenhaus wo es Geldmangel gibt.

Eine gute Privatklinik ist sauber, verfügt über ausreichend moderne Apparatur, arbeitet mit Spitzenspezialisten aus akademischen (Landes-)Krankenhäusern und hat keine Wartelisten. Eine gute spanische Privatklinik kann man mit niederländischen und belgischen Krankenhäusern vergleichen. Nicht alle Privatkliniken sind aber „Gut“. Eine Privatklinik könnte zwar fantastisch aussehen, es ist aber oft schwierig zu beurteilen ob Sie die richtige Behandlung bekommen werden. Meine eigene Erfahrung als Hausarzt in Spanien war zuerst wechselnd; man soll genau wissen wo und vor allem bei wem man sich für bestimmte Erkrankungen melden soll.

HAUSARZT IM PRIVATEN GESUNDHEITSWESEN

Ein Privatversicherter braucht nicht zuerst den Hausarzt zu besuchen für einen Termin mit einem Spezialisten. Er kann direkt bei der Telefonistin des Krankenhauses einen Termin vereinbaren. Auf diese Weise erspart man viel Zeit. Man soll aber genau wissen, zu welchem Spezialgebiet Ihre Erkrankung gehört.

Vor einigen Jahren hat eine große spanische Krankenversicherung eine enge Zusammenarbeit mit den niederländischen Hausärzten an der Costa Blanca und Costa del Sol initialisiert. Dieser Versicherer bietet in einer separaten Versicherung die Möglichkeit (keine Verpflichtung) einen Hausarzt zu konsultieren; der Hausarzt kann eventuell eine Krankenhauseinweisung regeln. Es hat einen zweifachen Zweck: Der Patient wird besser informiert und besser vorbereitet beim Spezialisten erscheinen; der Spezialist wird, trotz der Sprachbarriere, die Erkrankung und die Hintergründe seines ausländischen Patienten besser verstehen. Diese Vorgehensweise ist erfolgreich; viele Nordeuropäer wohnhaft in Spanien haben mittlerweile diese Versicherung abgeschlossen.

Die niederländischen und belgischen Hausärzte an der Costa Blanca und Costa del Sol sind Freiberufler und gehören also nicht zur Seguridad Social. Sie können einen Patienten an eine Landesklinik überweisen, meistens wird es aber eine Überweisung an eine Privatklinik betreffen, da der Patient dafür versichert ist. Da Privatkliniken relativ klein sind wird Ihr Hausarzt viele Spezialisten persönlich kennen und kann er einfach und schnell (1 Anruf) einen Termin beim Spezialisten vereinbaren. Sollte eine Aufnahme in ein Krankenhaus notwendig sein, kann der Hausarzt Ihnen dabei auch behilflich sein. Viele niederländische Hausärzte besuchen ihre Patienten regelmäßig im Krankenhaus. Im Allgemeinen haben Sie Einsicht in allen medizinischen Daten und können Sie mit dem Spezialisten überlegen. Sie können auf diese Weise eine Rolle in der Behandlung spielen: bei der Entfernung einer Sprachbarriere und bei der Informationserteilung.

PRIVATVERSICHERUNG=EINE ZUSATZVERSICHERUNG ABSCHLIESSEN

Vor einigen Jahren hatte man in den Niederlanden entweder eine Privat- oder eine Krankenkassenversicherung. Beide Arten von Versicherungen verwendeten die gleichen Ärzte und Krankenhäuser und in Bezug auf Qualität der Pflege gab es kaum Unterschied. In Spanien hat jeder im Prinzip eine Krankenkassenversicherung (Seguridad Social) und hat ein Teil der Menschen eine Zusatzversicherung abgeschlossen. Offensichtlich lässt der Service von Seguridad Social ziemlich zu wünschen übrig und sind viele Spanier und viele Ausländer wohnhaft in Spanien bereit extra zu zahlen um damit Zugang zu Privatkrankenhäusern zu ermöglichen. Obschon (private) Versicherungsprämien in Spanien erheblich niedriger als in den Niederlanden sind, ist es eine bemerkenswerte Tatsache. Die abgeführte Prämie an Seguridad Social ändert oder verfällt ja nicht wenn man eine Zusatzversicherung abschließt.

Einer der Ursache der niedrigeren Prämien: Viele Privatversicherungen decken die Kosten der Medikamente nicht; die werden ja von Seguridad Social vergütet. Viele Privatversicherten besuchen aber trotzdem ihren Hausarzt von Seguridad Social, für Rezepte. Die Privatversicherungen können nicht alle Arten von Pflege bieten, manche Fachfragen erfordern die Expertise eines akademischen Krankenhauses, und alle akademische Krankenhäuser gehören zu Seguridad Social. Viele Privatkliniken verfügen aber auch über akademisches Know-how da Hochschullehrer hier als Berater tätig sind.

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ZUSAMMENFASSUNG

Wenn Sie nach Spanien emigrieren möchten, sorgen Sie dann dafür, dass Sie wissen ob und wie lange Ihre niederländische Krankenkostenversicherung noch gültig ist in Spanien. Erkundigen Sie sich in Spanien nach Seguridad Social und Privatversicherungen, eine zusätzliche (Privat-)Versicherung ist oft kein übertriebener Luxus.

Erkundigen Sie sich nach den Erfahrungen von Menschen die schon lange Zeit hier wohnen und holen Sie wenn nötig professionelle Beratung ein. In Spanien kann der Hausarzt bei Aufnahme in ein Krankenhaus eine wichtige Rolle spielen!

Handeln Sie richtig, sorgen Sie aber vor allem dafür, dass Sie gesund bleiben!

Dr. Jan Otto Landman, GP in Torremolinos and Fuengirola ( Espana )

Telefonnummer Öffnungszeiten
Torremolinos: (0034) 95 238 88 72 mo to fr 11.00 – 13.00
Fuengirola: (0034) 95 266 59 85 mo to fr 09.30 – 10.30

Website: drlandman.nl

Lesen Sie alles über das spanische Gesundheitswesen auf der Website www.zorginspanje.com

* Die Informationen beziehen sich auf niederländische Umstände. Wahrscheinlich gilt für Deutschland das Gleiche. Erkundigen sich in Deuts